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Nahrungsergänzung für Sportler: Was gut belegt ist – und was nicht

Aktualisiert am 25.10.2026 · 8 Min. Lesezeit

Ein nüchterner Überblick über Protein, Kreatin, Koffein, Elektrolyte, Vitamin D und Co.: Wofür es Belege gibt, wie man dosiert und worauf man beim Kauf achtet.

Zuerst die Basis

Kein Supplement gleicht eine unpassende Ernährung, zu wenig Schlaf oder einen schlechten Trainingsplan aus. Nahrungsergänzung ist das letzte Prozent – sinnvoll, wenn die Grundlagen stimmen oder eine konkrete Lücke besteht.

Gut untersucht

Für einige wenige Produkte gibt es solide Studienlagen, etwa in den Übersichten des Australian Institute of Sport oder des IOC-Konsensus zu Nahrungsergänzung im Leistungssport.

ProduktWofürÜbliche Orientierung
Protein (Whey, pflanzlich)Deckung des Eiweissbedarfs1,2–2,0 g pro kg Körpergewicht und Tag insgesamt
Kreatin-Monohydratkurze, intensive Belastungen, Kraft3–5 g pro Tag
KoffeinAusdauer und Konzentration3–6 mg pro kg, vor der Belastung
Elektrolyte & Kohlenhydratelange Einheiten, Hitzeje nach Schweissverlust

Situativ sinnvoll

Vitamin D kann im Winter in der Schweiz sinnvoll sein, weil die Sonne dann kaum zur Bildung reicht. Eisen sollte nur bei nachgewiesenem Mangel eingenommen werden – eine Blutuntersuchung ist hier Pflicht. Omega-3 und Magnesium können Lücken schliessen, wenn die Ernährung sie nicht abdeckt.

Worauf du beim Kauf achten solltest

Achte auf transparente Inhaltsangaben pro Portion, sinnvolle Dosierungen und – für Wettkampfsportler – auf geprüfte Listen wie die Kölner Liste, die das Risiko verunreinigter Produkte reduziert. Vorsicht bei Versprechen wie «Fettverbrennung» oder «Testosteron-Booster»: Hier fehlen meist belastbare Belege.

Fazit

Weniger ist oft mehr. Wer seinen Bedarf kennt, kauft gezielter und spart Geld. Der MOOV-Bedarfsrechner gibt dir dafür eine erste Orientierung – er ersetzt aber keine Beratung durch eine Ernährungsfachperson oder Ärztin.

Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine medizinische Beratung.

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