Isotonisch, hypotonisch oder hypertonisch? Welches Sportgetränk wann passt
Aktualisiert am 25.10.2026 · 6 Min. Lesezeit
Die drei Getränketypen im Vergleich: Konzentration, Aufnahme, Einsatz nach Belastungsdauer – und wie du ein isotonisches Getränk selbst mischst.
Was bedeutet «tonisch» überhaupt?
Die Bezeichnungen beschreiben, wie viele gelöste Teilchen – vor allem Zucker und Mineralsalze – ein Getränk im Vergleich zum Blut enthält. Fachlich spricht man von Osmolalität. Blutplasma liegt bei rund 275 bis 300 mOsmol pro Kilogramm.
Je nachdem, ob ein Getränk darunter, ungefähr gleich oder darüber liegt, verlässt es den Magen unterschiedlich schnell und wird im Darm unterschiedlich gut aufgenommen.
Die drei Typen im Überblick
Die Tabelle zeigt typische Werte. Die genauen Angaben stehen auf der jeweiligen Verpackung.
| Typ | Konzentration | Typische Beispiele | Passt besonders |
|---|---|---|---|
| Hypotonisch | tiefer als Blut | Wasser, stark verdünnte Schorle | kurze Einheiten, Alltag |
| Isotonisch | ähnlich wie Blut | Elektrolytgetränke mit 4–8 % Kohlenhydraten | Training über 60 Minuten, Hitze |
| Hypertonisch | höher als Blut | Cola, Fruchtsaft, Energiegels | Energiezufuhr, danach Wasser nachtrinken |
Wann lohnt sich ein isotonisches Getränk?
Bei Einheiten unter einer Stunde und moderatem Tempo reicht für die meisten Menschen Wasser. Ab etwa 60 bis 90 Minuten, bei Hitze oder bei starkem Schwitzen steigt der Verlust an Natrium und Flüssigkeit deutlich. Dann helfen Getränke, die Flüssigkeit, Natrium und etwas Kohlenhydrate zusammen liefern.
Zuckerfreie Elektrolytgetränke ersetzen die Mineralien, liefern aber kaum Energie. Sie sind deshalb eher für ruhige, lange Belastungen oder den Alltag gedacht als für intensive Wettkämpfe.
Selbst mischen: ein einfaches Grundrezept
Ein halber Liter Fruchtsaft, ein halber Liter Wasser und eine Prise Salz (rund 1 Gramm) ergeben ein annähernd isotonisches Getränk. Fertige Pulver und Tabletten haben den Vorteil, dass die Mengen genau abgestimmt und leicht zu transportieren sind.
Fazit
Nicht jedes Training braucht ein Sportgetränk. Entscheidend sind Dauer, Intensität, Temperatur und deine persönliche Schweissmenge. Mit dem MOOV-Bedarfsrechner bekommst du einen ersten Orientierungswert für Flüssigkeit und Natrium.
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine medizinische Beratung.
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